Übungs­leiter­freibetrag: Corona-Helfer können 3000 Euro bekommen

Mediziner, die in der Corona-Krise aushelfen, können die Regelung zum sogenannten Übungs­leiter­freibetrag nutzen. Der Betrag, den sie einnehmen dürfen, ist für dieses Jahr erhöht worden.

Die Corona-Krise führt an manchen Stellen im Gesundheits­wesen zu Personal­engpässen. Daher werden mitunter auch Mediziner im Ruhestand eingesetzt. Sie können unter Umständen die Regelung zum sogenannten Übungs­leiter­freibetrag nutzen, erklärt Erich Nöll vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine (BVL) in Berlin. Für eine solche Tätigkeit können im Jahr 2021 nun 3000 Euro steuer- und sozial­versicherungs­frei gezahlt werden. Im Vorjahr betrug der Maximal­betrag noch 2400 Euro.

Regelmäßige Wochenarbeitszeit darf 14 Stunden überschreiten

Die Regelung kommt für Ärzte im Ruhestand oder mit einem ruhenden Beschäftigungs­verhältnis in Frage, die in der Corona-Krise eine Tätigkeit für ein Gesundheits­amt, ein staatliches oder ein gemeinnütziges Krankenhaus sowie eine andere gemeinnützige Einrichtung wie das DRK ausüben und Patienten versorgen. Voraussetzung ist, dass die regelmäßige Wochen­arbeits­zeit nicht mehr als 14 Stunden beträgt, die Tätigkeit also neben­beruflich ausgeübt wird. Gleiches gilt für Pflege­kräfte.

Wichtig zu beachten

Der maximale Übungs­leiter­freibetrag kann nur einmal im Jahr beansprucht werden, und zwar auch dann, wenn verschiedene begünstigte Tätigk­eiten ausgeübt werden. Laut Gesetz fällt nur die ärztliche Versorgung und Pflege alter, kranker und von Menschen mit Behinderungen unter die Steuer­befreiungs­regelung.

Helfer mit Aufwandsentschädigung von Regelung ausgeschlossen

Das bedeutet: „Pfleger oder Ärzte, die ehren­amtlich in den Impfzentren aushelfen und dafür eine Aufwands­entschädigung erhalten, profitieren nach aktuellem Stand leider nicht von der Regelung zum Übungs­leiter­freibetrag, weil es sich beim Impfen grund­sätzlich nicht um die Versorgung kranker Menschen handelt“, erklärt Nöll.