Die Personalakte – das müssen Sie als SBV wissen

Die Personalakte bündelt, was der Arbeitgeber über seine Beschäftigten weiß oder wissen darf. Jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf Einsicht in »seine« Akten und kann das Entfernen falscher oder sachfremder Inhalte verlangen. 

Jeder Arbeitnehmer hat ein Recht auf Einsicht in die ihn betreffenden Personalunterlagen des Arbeitgebers (§ 83 BetrVG). Er kann dabei ein Mitglied des Betriebsrats hinzuziehen (§ 83 Abs. 1 Satz 2 BetrVG). Für die Personalräte im öffentlichen Dienst gibt es vergleichbare Regelungen (z. B. § 68 BPersVG). Weniger bekannt ist, dass schwerbehinderte und gleichgestellte Beschäftigte auch die SBV hinzuziehen dürfen, wenn sie ihre Personalakten einsehen und prüfen (§ 178 Abs. 3 SGB IX).

Das ist im Einzelfall wichtig, denn gerade schwerbehinderte Menschen haben ein Interesse daran, welche gesundheitsbezogenen Unterlagen in ihrer Akte auftauchen. Da Sie als SBV mit dem BEM und dem Verfahren zur Anerkennung eines Grads der Behinderung vertraut sind, können Sie die Beschäftigten fachkundig beraten, ebenso in der Frage, ob sie Anspruch auf das Entfernen unrichtiger oder überholter Angaben haben.

Ausführlich beantwortet Sigrid Britschgi, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Düsseldorf, diese Fragen in der Mai-Ausgabe von »Schwerbehindertenrecht und Inklusion«.